Digitale Medizin: Oft fehlen passgenaue Angebote für Patienten

Mobile digitale Gesundheitsanwendungen bieten ein großes Potenzial, aber oft fehlt es noch an passgenauen Angeboten für Patienten und Ärzte. Das geht aus der Studie „Mobile Health – Mit differenzierten Diensten zum Erfolg“ hervor. Das Bera­tungs­unternehmens Deloitte und der Branchenverband Bitkom haben dazu 2.000 Menschen in Deutschland befragt. Zwar sei die Verbreitung von mobilen Endgeräten wie Smartphones nahezu flächendeckend, heißt es darin. Viele Verbraucher sähen in den Angeboten jedoch nicht den Mehrwert, der die teilweise hohen Preise für Hard­ware wie Smartwatches oder Fitness-Armbänder rechtfertigen würde.

„Jetzt geht es darum, die bislang eher einfachen und generischen Angebote weiterzuentwickeln und auf die spezifischen Bedürfnisse einzelner Bevölkerungs- und Patientengruppen abzustimmen. Der Schwer­punkt der relevanten Anwendungen wird sich dabei stärker in Richtung chronisch Kranker entwickeln“, sagte Gregor-Konstantin Elbel, Partner und Leiter Life Sciences & Health Care bei Deloitte.

„Die Nutzer zahlen gerne, wenn Anwendungen ihnen einen echten Mehrwert bieten“, meint Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Die Komplexität des Gesund­heitssystems sei jedoch eine große Hürde. „Anbieter- und branchenüber­grei­fende Kooperationen könnten der Schlüssel sein, um das volle Potenzial von Mobile Health auszuschöpfen“, so Rohleder. Nötig seien intelligente Kooperationsmodelle der verschiedenen Anbieter vom Gerätehersteller über Krankenkassen bis hin zu Start-ups.

Auch der Schutz von Gesundheitsdaten ist laut Studie ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer mobilen Gesundheitsversorgung. Die Offenheit der Patienten, ihre Daten zur Verfügung zu stellen, hängt laut der Umfrage stark davon ab, wer der Adressat der Daten sein soll.

(Quelle: Deutsches Ärzteblatt)

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